Marktüberblick · Stand Juli 2026

Rechnungsprogramme im Vergleich: sevDesk, Lexware Office, easybill & Co. — und wo Billy hineinpasst

Wer 2026 ein Rechnungsprogramm sucht, landet fast immer bei denselben großen Namen: sevDesk, Lexware Office, easybill, FastBill — oder gleich einer ERP-Suite wie Odoo. Alle sind etabliert, und bei allen bedeutet „KI" bisher vor allem Belegerkennung.

Dieser Vergleich konzentriert sich auf genau diese Tools und zwei Fragen, die im Alltag den Unterschied machen: Wie gut sehen deine Rechnungen aus — und was nimmt dir die KI wirklich ab? Dazu ehrlich eingeordnet, wann ein anderes Tool die bessere Wahl ist. Billy ist die KI-Rechnungs-App für Selbstständige in Österreich, Deutschland und den USA.

Der Funktionsvergleich: Design & KI im Fokus

Funktionsvergleich: Billy, sevDesk, Lexware Office, easybill, FastBill und Odoo, Stand Juli 2026
BillysevDeskLexware OfficeeasybillFastBillOdoo
Am besten fürKI-Rechnungen & automatisches Mahnwesen (DE/AT/US)Buchhaltung & Rechnungen in einem ToolKomplette Buchhaltung mit ELSTER (nur DE)E-Commerce & Marktplätze (Amazon, eBay, Shopify)UStVA aus dem Tool & tiefes Vorlagen-DesignWachsende Firmen mit ERP-Bedarf
Dokumente-Limitab 50/Monat; unbegrenzt im Pro-TarifFree: 3 Rechnungen/Monat; bezahlt unbegrenztKein Limit angegeben (Fair-Use laut AGB)Free: 50/Monat; Starter: 250/MonatKein Rechnungslimit angegebenKein Limit — auch in „One App Free“
Preisab 9 € / Monatab 12,90 € / Monatab 12,90 € / Monat (Tarif M)Free; ab 9 € / Monatab 9 € / Monat (Solo)„One App Free“; Standard 19,90 € pro Nutzer/Monat
Rechnung per KI-PromptJaKernfunktionNeinNeinNeinNeinNein
Alle Funktionen per KI-AssistentJaAssistent erreicht alle FunktionenNeinnur Vorschläge (Belege, Buchungen)NeinVorschläge, die du annehmen musstNeinKI schreibt Texte, du entscheidestNeinOCR; Belege werden manuell geprüftNeinKI punktuell (Belege)
Professionelle VorlagenJadesignte VorlagenJa11 Layouts, 6 davon PremiumTeilweise5 BasislayoutsTeilweise2 Basis-Layouts zum KlonenTeilweiseEditor mit eigenen Schriften; Solo: 1 VorlageTeilweisekonfigurierbare Layouts
Live-VorschauJaNeinVorschau als eigener SchrittNeinVorschau auf KlickJa
Wiederkehrende RechnungenJaper Zuruf eingerichtetJaJaSerienrechnungenTeilweiseerst ab Professional (25 €)Teilweiseerst ab Pro (27 €)Ja
Automatischer E-Mail-VersandJaRechnungen & Mahnungen, ab dem ersten TarifTeilweiseSerienrechnungen optional automatisch; Mahnungen manuellTeilweiseSerienrechnungen optional automatisch; keine automatischen MahnungenTeilweiseSerien ab Professional, Mahnungen nur PremiumTeilweiseMahnungen als kostenpflichtiges Add-onTeilweiseMahn-Follow-ups automatisch, wenn konfiguriert
BuchhaltungNeinbewusst nichtJaim Buchhaltungs-TarifJaab Tarif LNeinTeilweiseUStVA ja, EÜR neinJaAccounting-Modul
E-RechnungNeinPDF-RechnungenJaschon im Gratis-TarifTeilweiseVersand ab Tarif MJaschon im Gratis-TarifJain allen TarifenJa

Netto-Preise bei jährlicher Zahlung laut Preisseiten der Anbieter, geprüft am 31. Juli 2026; Odoo-Preise variieren je Land. Alle Angaben ohne Gewähr — maßgeblich sind die Angaben der jeweiligen Anbieter. Zur E-Rechnung: Kleinunternehmer nach §19 UStG sind von der Ausstellungspflicht dauerhaft befreit — Details in den FAQ unten.

Rechnungsprogramm oder Buchhaltungssoftware? Der ehrliche Unterschied

sevDesk und Lexware Office sind im Kern Buchhaltungs-Tools: Sie erstellen die EÜR, übermitteln die Umsatzsteuervoranmeldung per ELSTER ans Finanzamt, gleichen Bankkonten ab und exportieren an DATEV. Odoo geht noch weiter und bringt eine ganze ERP-Suite mit. Das ist viel — und für alle richtig, die ihre Buchhaltung komplett selbst machen wollen.

Billy macht das bewusst nicht. Billy ist eine fokussierte Rechnungs-App: professionell designte, rechtskonforme Rechnungen (§14 UStG / §11 öUStG, §19 Kleinunternehmer, §13b Reverse Charge), Angebote, Gutschriften, wiederkehrende Rechnungen, automatisches Mahnwesen — plus ein KI-Assistent, der all das auf Zuruf erledigt. Wer die Buchhaltung beim Steuerberater hat oder schlicht bezahlt werden will, ohne Buchhaltungssoftware zu lernen, braucht den Rest oft gar nicht.

Wo Billy klar vorn liegt

Der wichtigste Unterschied steht in den KI-Zeilen der Tabelle: Bei allen verglichenen Anbietern bedeutet „KI" Stand Juli 2026 Belegerkennung, Buchungsvorschläge oder einen Support-Chatbot. Keines der Tools hat einen Assistenten, der die eigentliche Arbeit übernimmt.

  • Echter KI-Assistent: „Schreib Anna eine Rechnung über 1.200 € für den März-Workshop" — Billy erstellt die Rechnung, du bestätigst, Billy verschickt sie.
  • Automatisches Mahnwesen ab dem ersten Tarif: Zahlungserinnerungen und Mahnungen laufen nach deinem Zeitplan — bei easybill gibt es das erst im Premium-Tarif, bei FastBill als kostenpflichtiges Add-on, bei sevDesk und Lexware Office als Klick pro Rechnung.
  • Österreich als Heimatmarkt: §11 öUStG, Kleinunternehmerregelung und Reverse Charge sind vorkonfiguriert — Lexware Office, easybill und FastBill unterstützen Österreich gar nicht.
  • Zweisprachig (Deutsch & Englisch) plus US-Region: Währung, Datumsformate und Steuerlogik wechseln automatisch.
  • Design zuerst: professionell gestaltete Vorlagen mit Live-Vorschau, während du tippst — die Rechnung ist das, was deine Kunden von dir sehen.
  • Kontrolle: Der Assistent verschickt nichts und ändert keine Daten ohne deine Bestätigung.

Die direkten Vergleiche

Du schwankst zwischen Billy und einem bestimmten Tool? Für jeden großen Anbieter gibt es einen eigenen, ausführlichen Vergleich:

Wann ein anderes Tool die bessere Wahl ist

Ein fairer Vergleich nennt auch die Gegenrichtung. Du solltest zu einem anderen Tool greifen, wenn einer dieser Punkte auf dich zutrifft:

  • Du willst EÜR und Umsatzsteuervoranmeldung selbst im Tool erledigen: sevDesk und Lexware Office (Tarif L) übermitteln direkt per ELSTER, FastBill hat die UStVA sogar in jedem Tarif. Billy bietet keine Buchhaltungs- oder Steuerfunktionen.
  • Du verkaufst über Amazon, eBay oder Shopify: easybill ist auf Marktplatz-Abrechnung, OSS und Versandanbindung spezialisiert.
  • Du brauchst ERP-Funktionen wie Lager, Fertigung oder CRM: Odoo deckt als modulare Suite weit mehr ab als jedes Rechnungsprogramm.
  • Du musst heute XRechnung oder ZUGFeRD ausstellen (z. B. für Behörden oder Großkunden): Die verglichenen Tools erstellen strukturierte E-Rechnungen, teils schon im Gratis-Tarif. Billy erstellt derzeit PDF-Rechnungen — als Kleinunternehmer bist du von der E-Rechnungs-Ausstellungspflicht allerdings dauerhaft befreit (siehe unten).
  • Du willst Belege scannen und Banken abgleichen: Banking-Sync und Belegerfassung sind die Stärke der Buchhaltungs-Tools, nicht von Billy.

E-Rechnungspflicht: Was Stand Juli 2026 wirklich gilt

Für Billys Kernzielgruppe — Freelancer und Kleinunternehmer in Österreich und Deutschland — besteht damit Stand heute keine Pflicht, E-Rechnungen auszustellen. Wichtig bleibt nur, eingehende E-Rechnungen empfangen und öffnen zu können.

Die Tools im Kurzporträt

sevDesk

Der Platzhirsch für Selbstständige, die Rechnungen und Buchhaltung in einem wollen: EÜR, UStVA per ELSTER, Banking, DATEV, dazu eine eigene Österreich-Version (sevdesk.at). E-Rechnungen (XRechnung/ZUGFeRD) gibt es schon im Gratis-Tarif mit 3 Rechnungen pro Monat. „KI" bedeutet hier Belegerfassung und den Support-Chatbot Sevi; Mahnungen erstellst du pro Rechnung per Klick.

Lexware Office (ehemals lexoffice)

Der Haufe-Lexware-Klassiker mit über 230.000 Kunden, sehr eingängiger Oberfläche und Lohnabrechnungs-Add-on. Rechnungen gibt es ab Tarif M (12,90 € netto), Buchhaltung/EÜR/ELSTER ab Tarif L. Wichtig für Österreicher: Laut eigenem Hilfe-Center ist Lexware Office ausschließlich für Deutschland geeignet.

easybill

Stark für E-Commerce: Amazon-, eBay- und Shopify-Anbindung, OSS und Versandlabels, dazu ein dauerhaft kostenloser Tarif mit 50 Belegen pro Monat inklusive E-Rechnung. Wiederkehrende Rechnungen gibt es erst ab dem Professional-Tarif, das automatische Mahnwesen nur im Premium-Tarif; Archivierung kostet extra.

FastBill

Seit dem Rückkauf durch die Gründer 2024 wieder in deutscher Hand. Besonderheit: Die Umsatzsteuervoranmeldung geht in jedem Tarif direkt per ELSTER raus. Wiederkehrende Rechnungen erst ab Pro, das vollautomatische Mahnwesen ist ein kostenpflichtiges Add-on, eine amtliche EÜR fehlt.

Odoo

Die modulare Open-Source-ERP-Suite: Rechnungen, Buchhaltung, CRM, Lager, Fertigung und Dutzende weitere Apps. Eine einzelne App ist kostenlos („One App Free"), danach zahlt man pro Nutzer und Monat — plus häufig Einrichtungs- oder Partneraufwand. Für reine Rechnungssteller meist überdimensioniert; der ausführliche Vergleich steht oben verlinkt.

Häufige Fragen

Welches Rechnungsprogramm ist das beste für Freelancer?
Das hängt davon ab, was du brauchst. Willst du Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuervoranmeldung im selben Tool erledigen, sind sevDesk oder Lexware Office etabliert. Verkaufst du über Marktplätze, ist easybill stark. Willst du vor allem schnell schöne, rechtskonforme Rechnungen schreiben und das Mahnwesen einem KI-Assistenten überlassen — und arbeitest vielleicht mit einem Steuerberater, der die Buchhaltung ohnehin übernimmt — ist Billy dafür gebaut.
Was unterscheidet Billy von sevDesk und Lexware Office?
Zwei Dinge. Erstens der Fokus: sevDesk und Lexware Office sind Buchhaltungssoftware mit Rechnungsmodul; Billy ist eine Rechnungs-App mit KI-Assistent — ohne EÜR, UStVA oder DATEV-Export. Zweitens die KI: Bei sevDesk und Lexware Office heißt „KI" Belegerkennung bzw. ein Support-Chatbot (Stand Juli 2026). Billys Assistent erstellt Rechnungen aus einem Satz, verschickt sie per E-Mail, überwacht offene Posten und legt automatische Zahlungserinnerungen an — jede Aktion erst nach deiner Bestätigung.
Muss ich als Kleinunternehmer E-Rechnungen (XRechnung/ZUGFeRD) schreiben?
Nein. Kleinunternehmer nach §19 UStG sind in Deutschland dauerhaft von der Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen befreit (§34a UStDV) — empfangen können müssen sie E-Rechnungen aber seit dem 1. Januar 2025. Für alle anderen gilt: Ausstellungspflicht ab 2027 (Vorjahresumsatz über 800.000 €) bzw. ab 2028 für alle. In Österreich gibt es bislang gar keine B2B-E-Rechnungspflicht, nur die B2G-Pflicht gegenüber dem Bund.
Welches Rechnungsprogramm funktioniert in Österreich?
Von den verbreiteten deutschen Tools bietet nur sevDesk eine eigene Österreich-Version (sevdesk.at); Lexware Office ist laut eigenem Hilfe-Center ausschließlich für Deutschland geeignet. Billy ist von Anfang an für Österreich und Deutschland gebaut: §11 öUStG-Pflichtangaben, Kleinunternehmerregelung und Reverse Charge sind in den Vorlagen bereits berücksichtigt. Rein österreichische Alternativen wie ProSaldo.net oder FreeFinance vergleichen wir in eigenen Beiträgen.
Und was ist mit Billomat, Papierkram oder Accountable?
Alle drei sind solide Nischen-Tools: Billomat ist ein reines Rechnungstool (ab 19 €, max. 30 Rechnungen/Monat), Papierkram glänzt bei Projektzeiterfassung, Accountable erledigt Steuererklärungen gleich mit. In diesem Vergleich konzentrieren wir uns auf die Tools mit der größten Verbreitung — für die meisten Selbstständigen fällt die Wahl zwischen diesen Namen.
Kann ich Billy kostenlos testen?
Ja. Jeder Plan (Founder, Growth, Pro) startet mit einer 7-tägigen kostenlosen Testphase — ohne Kreditkarte. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht — dafür beginnt Billy bei 9 € pro Monat.

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