Hinter Billy

Warum ich Billy baue

Ich bin Designer und Entwickler. Bevor es Billy gab, habe ich meine Rechnungen in Adobe Express gebaut — in einem Grafikprogramm. Nicht aus Nostalgie, sondern weil keins der Rechnungstools, die ich ausprobiert habe, etwas produziert hat, das ich verschicken wollte.

Meine erste Anforderung war: Sie muss gut aussehen

Für die meisten Menschen ist eine Rechnung ein Formular. Für mich war sie das letzte, was ein Kunde von mir zu sehen bekommt — nach Wochen Arbeit, in der es die ganze Zeit um Gestaltung ging. Eine Rechnung, die aussieht wie aus einem Buchhaltungsprogramm von 2009, macht diesen letzten Eindruck kaputt.

Also habe ich mir die Tools angesehen. Sie waren entweder unübersichtlich oder überladen, meistens beides. Einen großen Teil habe ich nie ernsthaft getestet — man sah schon an den Screenshots, dass am Ende nichts rauskommt, was ich hätte verschicken wollen.

Also habe ich sie weiter selbst gebaut. Jede einzelne, von Hand.

Der Tag, an dem die Nummern nicht mehr gestimmt haben

Wer seine Rechnungen von Hand baut, führt die Nummern nebenbei mit — im Kopf, in einer Datei, im Dateinamen. Das geht eine Weile gut. Bei mir ging es so lange gut, bis ich zwei Rechnungen mit derselben Nummer rausgeschickt habe.

Das ist kein Schönheitsfehler. Eine Rechnungsnummer darf genau einmal vergeben werden — was ordentlich klingt, bis man gegenüber einem Kunden erklären muss, welche der beiden Rechnungen jetzt gilt. Was auf eine Rechnung gehört und warum, steht im Ratgeber zu den Pflichtangaben.

Das war der Moment, in dem mir klar wurde: Ich löse hier seit Jahren ein Problem von Hand, das ein Programm lösen sollte. Nur wollte ich eben keins von den Programmen.

Ich habe ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen kann

Nummern vertauscht. Steuersätze falsch angesetzt. Reverse Charge falsch verstanden — den Fall, in dem gar keine Umsatzsteuer auf die Rechnung gehört, dafür aber ein bestimmter Satz.

Ich erzähle das nicht, weil es eine gute Anekdote wäre. Ich erzähle es, weil diese Liste die Feature-Liste ist. Jeder einzelne dieser Fehler ist heute etwas, das Billy schlicht nicht zulässt: Nummern vergibt das Programm, den Steuersatz schlägt es vor, und Reverse Charge lässt sich ohne die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Empfängers gar nicht erst aktivieren.

Das ist der Unterschied zwischen einem Formular und einem Werkzeug. Ein Formular nimmt entgegen, was du eingibst. Ein Werkzeug weiß, was du gerade tust.

Was ich eigentlich wollte: Shopify, nicht Buchhaltungssoftware

Buchhaltungssoftware hat vor langer Zeit entschieden, dass „seriös" dasselbe bedeutet wie „kompliziert". Verschachtelte Menüs, Begriffe aus der Steuerkanzlei, ein Kontenrahmen im ersten Schritt. Wer damit arbeitet, hat es entweder gelernt oder jemanden, der es gelernt hat.

Mein Maßstab war deshalb nie ein anderes Rechnungsprogramm, sondern Shopify. Nicht wegen der Funktionen, sondern wegen des Gefühls: Du machst es auf, es ist klar, was zu tun ist, es sieht gut aus, und du bist in einer Minute fertig. Genau das wollte ich für den Moment, in dem man eine Rechnung schreibt.

Wo Billy heute steht

Billy ist ein Rechnungsprogramm für Selbstständige und kleine Unternehmen in Deutschland, Österreich und den USA. Vorlagen, die man ohne Zögern verschickt. Die Regeln — Pflichtangaben, Kleinunternehmer, Reverse Charge, Mahnungen — stecken im Produkt, damit sie nicht in deinem Kopf stecken müssen.

Dazu ein KI-Assistent, der Rechnungen anlegt, verschickt und nachfasst — aber nie etwas tut, ohne dir vorher genau zu zeigen, was er tun wird. Das ist mir wichtig: Die Arbeit darf die Software machen. Die Entscheidung bleibt bei dir.

Billy ist nicht fertig, und ich behaupte auch nicht, dass es das je sein wird. Aber die Richtung steht seit dem Tag mit den zwei gleichen Nummern fest.

Ich bin kein Steuerberater und kein Buchhalter. Ich bin jemand, der zu oft die falsche Rechnung verschickt hat und irgendwann entschieden hat, dass das Programm das wissen sollte — nicht ich.

— Luca, Gründer von Billy

Das ist es, was daraus geworden ist

Rechnungsvorlagen, die du ohne Nachdenken verschicken kannst, und die Regeln stecken im Programm statt in deinem Kopf. Kostenlos ausprobieren, ohne dass du dich durch ein Buchhaltungsmenü kämpfst.